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Spinalkanalstenose

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Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose ist leider eine sehr fortgeschrittene Rückenerkrankung

Ursachen und Maßnahmen bei einer Spinalkanalstenose

Der Begriff Spinalkanalstenose (Spinalstenose, spinale Stenose, Wirbelkanalstenose) bezeichnet eine Verengung des Kanals in der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark verläuft. Diese Spinalkanalverengung kann durch Druck auf das Rückenmark, Nerven und Blutgefäße zu Rückenschmerzen und bleibenden Nervenschädigungen führen.

Meist durch eine Instabilität des Rückgrats verursacht, verdicken sich die zentralen Ligamente (Bänder). Es bildet sich vermehrt Knochensubstanz, die zu Auswüchsen nach innen führt (Spinalstenosen).

Eine Spinalkanalstenose ist nicht nur eine weitere Folge des Alterns, sondern auch die Folge von zu wenig Bewegung, falscher Ernährung und jahrelanger Missachtung rückengerechten Verhaltensweisen.

Im Bereich der Halswirbelsäule kann sich ein Schulter-Arm-Syndrom entwickeln, im Lendenwirbelsäulenbereich können Stenosen zu Ischiasbeschwerden führen und die Blutzufuhr zu den Beinen beeinträchtigen.

Schaue Dir dazu auch dieses Video an.

Angeborene Ursachen:

– Ausgeprägtes Hohlkreuz (Hyperlordose)

– Wirbelgleiten (Spondylolystesis)

– gestörte Umwandlung von Knorpel zu Knochengewebe während der Embryonalentwicklung

– Fehlbildungen der Wirbelsäule

– Idiopathische Spinalkanalstenose: Der Wirbelkanal ist von Geburt an ohne bekannte Ursache verengt

Erworbene Ursachen:

– Verschleißerscheinungen: Verknöcherungen an den Wirbelkörpern und den Gelenken zwischen den Wirbeln, Bandscheibenvorwölbung, Wirbelgleiten

– Spinalkanalstenose infolge bestimmter Operationen oder Verletzungen

Spinalkanalstenosen sind sehr hartnäckig , schmerzhaft und sprechen nur kurzfristig auf diverse Behandlungsmethoden an. Starke Stenosen werden operativ behandelt, um den Nerven mehr Platz zu verschaffen.

Zu den aktiven Maßnahmen gehören:

 

– Physiotherapie (Bewegungstherapie, Bäder, muskelentspannende Behandlungen etc.)

– Konsequent entlastende Haltung (insbesondere Vermeiden von langem Stehen oder Sitzen)

– Wärmetherapie (zur Entspannung der Rückenmuskulatur)

– Elektrotherapie (zur Schmerzbehandlung und Muskelentspannung)

– Orthesen (Stützkorsett)

Schmerzmedikamente

Psychologisches Schmerzbewältigungstraining

Rückenschule (gezieltes Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskulatur, Erlernen von rückenschonendem Verhalten)

Bei 95 Prozent der Patienten mit Spinalkanalstenose hilft eine konservative Therapie. Eine absolute OP-Indikation (Gehstrecke unter fünf Meter) sind unerträgliche Schmerzen, Symptome einer Einklemmung aller tiefen Nervenfäden (Caudasyndrom) besteht nur bei zwei Prozent der Patienten mit Spinalkanalstenose.

Sport bei Spinalkanalstenose

Bei sportlicher Betätigung solltest Du unbedingt darauf achten, dass Du nicht vermehrt ein Hohlkreuz bildest. So können Deine Beschwerden noch stärker werden. Vor allem die Ausstrahlungen in Deine Beine können verstärkt werden.

Besonders geeignet sind funktionelles Rückentraining, Fahrradfahren, Walken, Joggen und Nordic Walking. Auch Skilanglauf, Rudern und Rückenschwimmen sind geeignete Sportarten bei der Spinalkanalstenose.

Foto: Rainer Sturm / pixelio

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